Ja, in geringem Maße.
Im Idealfall ist es ja so, daß der Kraftstoff sofort zu Beginn der Einspritzung zündet und die gesamte Einspritzung in den bereits brennenden Kraftstoff hinein stattfindet. Das ist auch mit Mineraldiesel so. Um das zu erreichen wird der Kraftstoff mit sehr hohem Druck eingespritzt und feinst zerstäubt, beim Smart 450 CDI mit bis zu 1350 Bar Druck, damit es möglichst keinen Zündverzug gibt. Wenn das so ist, dann bewirkt das einen gleichmäßigen Ablauf der Verbrennung über die ganze Einspritzzeit (und mehr), geringes Laufgeräusch, geringe Belastung der Motormechanik, gute Abgasqualität mit wenig HC und wenig NOx.
Je mehr ein Zündverzug auftritt, desto schlagartiger verbrennt der bereits eingespritzte Kraftstoff, es kommt zu lauterem Nageln, die mechanische Belastung des Motors steigt durch Druckspitzen und Schläge auf das Material, Kraftstoff kann sich vor der Zündung z.B. auf dem Kolben niederschlagen und zu spät verbrennen, was hohe HC Emissionen verursacht, die Druckspitzen machen auch mehr NOx.
Das Ziel ist also, möglichst überhaupt keinen Zündverzug und frühestmögliche Zündung zu haben, also höchstmögliche Cetanzahl. Eine "zu frühe" Zündung kann es also nicht geben. Dem kommt das HVO100 mit der höheren Cetanzahl gegenüber Mineraldiesel durchaus entgegen. Das ist einer der Gründe für den mit HVO100 beobachteten besseren Motorlauf.
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