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smart-Forum Übersicht » » Allgemeines Diskussionsforum » » Sahara
  
2 Seiten ( 1 | 2 )
Autor Sahara
Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 15:52  eMail  Profil  Zitieren

Mit Smart und Wohnwagen in die Sahara

Hallo Smartreisende in Raum und Zeit, wo ist hier eigentlich das Fernreise-Unterforum, oder habe ich etwas übersehen? Egal, dann eben hier:

Ich bin im April und Mai mit meinem Smart 450 CDI von der Ostsee in die Sahara gefahren, (ein Stück) durch die Sahara durch und wieder zur Ostsee zurück. Das wollte ich Euch nicht vorenthalten. Der Smart war zu der Zeit 16 Jahre alt und hatte rund 320000 Km auf der Uhr. Die meisten Teile, auch langlebigere Verschleißteile, waren noch die ersten. Z.B. Lima, Anlasser incl. Steckkontakt, ABS-Ringe, Radlager hinten, Kupplung usw.. Am Haken hatte ich meinen Dethleffs Mini Globe Wohnwagen, in dem ich auf der Reise übernachtet habe. Die ganze Reise hat 20 Tage gedauert, davon 12 Tage in Afrika, Rest An- und Abreise.

Gestartet bin ich am einem Mittwoch um 17 Uhr, für die 3100 Kilometer bis nach Tarifa habe ich 70 Stunden benötigt, also 3 Tage minus 2 Stunden, incl. 3 Übernachtungen. Die Strecke führte mich über A1, A7, ab Frankfurt A5 Richtung Basel, bei Mühlhausen nach Frankreich, dann zuerst Richtung Dijon, dann ins Rhonetal über Lyon, Valence, Orange, an Avignon vorbei, über Montpellier, ein Stück an der Mittelmeerküste entlang, über Narbonne und Perpignan. Rüber nach Spanien, über Girona, Barcelona, Tarragona, Valencia, Alicante, die Küstenautobahn entlang. Dann über Murcia ins Landesinnere, durch die Sierra Nevada nach Granada. Dann wieder nach Süden zurück zur Küste, durch Malaga durch, über Marbella nach Tarifa. Ankunft war am Samstag Nachmittag. Ich hatte 1 Tag Reserve für Pannen eingeplant, da aber alles glatt lief, konnte ich den Sonntag entspannen. Am Montag im Morgengrauen gings dann mit der Fähre „Maria Dolores“ der Virtu Ferries nach Afrika.

Nach Ankunft im Stadthafen von Tanger gabs erstmal einen Crashkurs „orientalischer Straßenverkehr“. Immer mutig mittenrein ins Gewühl, paßt schon. Die Strandpromenade in Tanger entlang, durch die Stadt durch bis an den Stadtrand, dort erstmal Proviant einkaufen. Es schloß sich eine 10tägige Rundreise an, über Tetouan nach Chefchaouen, der „blauen Stadt“, in der ich versehentlich 2x über den Basar gefahren bin, nach Fes, der Königsstadt. Dort war der König von Marokko auch gerade anwesend, weswegen noch mehr Flaggen und Militär präsent war als sowieso schon. Von Fes ins Atlasgebirge nach Midelt. Dann in die Sahara, über Er-Rachidia und Erfoud, bis zur Oase Hassi Labied am Erg Chebbi, dem „Ozean der Dünen“. Dies war der südöstlichste Punkt meiner Reise, etwa 20 Km vor der algerischen Grenze.

Von dort gings dann immer durch die Sahara Richtung Westen, über die Oase Zagora, Oase Tissint bis ungefähr bei Icht. Dies war dann der südwestlichste Punkt der Reise. Ab dort kommt nur die Oase Assa und dann die Westsahara. Da ich gerade nicht wissen wollte, was die Polisario zu einem Smart mit Wohnwagen sagt, bin ich ab dort wieder Richtung Norden gefahren.

Die Route führte mich über Tamassoult, Tafraoute, Tasguent, Igherm, nach Taliouine. Von dort über den Anti-Atlas, am Djebel Toubkal vorbei, nach Marrakesch. Nach dem obligatorischen Abend auf dem „Platz der Toten“ mit Hammelkopfessen gings dann am Samstag im Eiltempo zurück, von Marrakesch über Casablanca und Rabat nach Tanger.
Samstag Nacht ging dann die Fähre über die Straße von Gibraltar zurück nach Europa. Am Sonntag habe ich erstmal gemütlich gefrühstückt und bin dann um 10 Uhr auf die Rückfahrt gestartet, gleiche Strecke wie hin. Am Dienstag gegen 14 Uhr war ich wieder an der Ostsee. Die 3100 Km zurück haben also 52 Stunden gedauert, 2 Tage plus 4 Stunden, incl. 2 Übernachtungen.

Der geringste Verbrauch auf einer Tankfüllung war 3,8L/100Km, beim Mitschwimmen mit den LKW, der höchste 6,25L/100Km, beim freien Fahren mit 110 Km/h. Die längste Tagesetappe waren 1350 Km in 17 Stunden, von Tarragona bis Heidelberg in einem Rutsch, los in der Dämmerung um 6 Uhr morgens, Ankunft um 23 Uhr. Höchste Geschwindigkeit über längere Strecke 110 Km/h. Das Gespann läuft stabil wie das sprichwörtliche Brett, keinerlei Schlingern zu spüren oder zu sehen. Stau hatte ich nur einmal, in Lyon. Dort wird die A7 zur Stadtautobahn und ist von Berufspendlern verstopft. Keine Pannen. Einmal geblitzt, in Frankreich in einer Baustelle. Alle Steigungen bin ich mit mindestens 80 Km/h hochgekommen, vorausgesetzt, ich konnte etwas Anlauf nehmen. Ich habe unzählige PKW überholt, gerade in Spanien fahren viele neue PKW mit 80 auf der Autobahn. Das Smart CDI Gespann war also keineswegs ein Verkehrshindernis. Das Leistungsgewicht von ca. 40PS pro Tonne ist allerdings die unterste Grenze zum flotten Vorankommen.

Im Anschluß kommen noch ein paar Fotos. Eye Candy!

Grüße, Hajo


Ahnungslos
Forum-smartie
(25937 Beiträge)

registriert seit: 17.10.2006
Kennzeichen: Schwarz auf weiss

  erstellt am 06.01.2019 16:02  Profil  Zitieren

Na dann mal her mit den Fotos, Hajo!

Danke für den viel zu kurzen, aber nicht minder erfrischenden Reisebericht über Deine Mammut-Tour!
Und das bei der Laufleistung Deines Smarts!
Bist Du da nicht von manchen vor Ort angeschaut worden wie ein Außerirdischer mit Deinem Gespann?

Der sollte doch in der Meinung von víelen Mitmenschen nicht über die Stadtgrenze raus bewegt werden!

Zuhause hast Du ja noch ein paar cdi Smarts als BackUp stehen, oder hattest Du einen zweiten im Wohnwagen mit dabei?

[ Diese Nachricht wurde editiert von Ahnungslos am 06.01.2019 um 16:12 Uhr ]

Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 16:14  eMail  Profil  Zitieren

Und noch ein paar Fotos. Ungefähr in chronologischer Reihenfolge der Reise. Die Auswahl ist etwa einseitig: keine Bilder nördlich des Atlasgebirges, weil langweilig, keine Bilder von Personen, weil Datenschutz, viele Bilder von Smart, weil Smartforum. Viel Spaß beim gucken!



Das Gespann erreicht den Atlas bei Timahdite.



High Noon on Main Street? Ich auf der "Hauptstraße" der Geisterstadt Aouli auf einem Hochplateau im Atlasgebirge. (Bild von Daniel Spieler.)



317 Km hinter Meknes auf der Nationalstraße 13. Wer findet den Fehler auf dem Bild?



Endlose Weiten am Nordrand der Sahara. Auf dem Smartphone läuft Osmand.

Weiter im nächsten Post...



Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 16:31  eMail  Profil  Zitieren



Das Stadttor von Erfoud. Glaube ich zumindest, nach meinen Aufzeichnungen, Bilddaten und Datum/Strecke müßte es Erfoud sein.



Der Smart im Sand der Sahara. Auf diesem Sandboden konnte ich noch gut fahren.



Vor dem Erg Chebbi, dem "Ozean der Dünen", ca. 20 Km vor der algerischen Grenze.



Spaßfahren auf steinigem Grund, an der Oase Hassi Labied. Es ist völlig ungewohnt und fühlt sich seltsam an, wenn es keine Straßen gibt und längs wie quer das gleiche ist.



Festgefahren auf Sandpiste in der Sahara. Die Geländegängigkeit des Smart ist wirklich minimal. Die Einheimischen mit ihren Dacia Sandero Stepway sind da noch problemlos durchgefahren.



Die Kupplungskugel öfter mal zu reinigen und zu fetten ist im Sand wichtig.

Weiter im nächsten Post...


Salzfisch
Warp-smartie
(2664 Beiträge)

registriert seit: 30.6.2005
Kennzeichen: B-

  erstellt am 06.01.2019 17:04  Profil  Zitieren

Sehr, sehr coole Aktion. Auch das hier:
Quote:

Am 06.01.2019 um 15:52 Uhr hat Funman geschrieben:
Ich hatte 1 Tag Reserve für Pannen eingeplant, da aber alles glatt lief, konnte ich den Sonntag entspannen.



Ich glaube nicht, dass mein armer Smart Europa noch verlassen wird...

Gruß
Salzfisch
-----------------

Smart CDI (RPF), Ez 06/2001, 277.xxx km, Durchschnittsverbrauch 4,0 l/100 km


[ Diese Nachricht wurde editiert von Salzfisch am 06.01.2019 um 17:05 Uhr ]

Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 17:04  eMail  Profil  Zitieren



In der Oase Zagora. Mit Mini Globe, Vorzelt, Alutisch und Hochlehner. Alles im Smart dabei. Soviel Komfort muß sein. Hier kommen auch die Vorderräder gut zur Geltung, die original 135iger "CDI Trennscheiben".



Durch einen Geröllrutsch zerstörte Brücke über einen Oued (Wadi, Wüstenfluß) zwischen den Oasen Zagora und Tissint. Die Brücken werden aus Betonkästen gebaut, die in den Fluß gestellt werden, dann wird die Straße drüber geteert. Die großen Öffnungen sollen Wasser und Geröll durchlassen. . Wenns aber zuviel wird, werden die Kästen weggekegelt.



Wildcampen am Ufer des Oued Tissint. Der Wüstenfluß, der hier auch Wasser führt, fließt in dem schroffen Einschnitt links neben dem Gespann, etwas schlecht zu erkennen. Das Gespann steht direkt am Steilufer. Das Grünzeug links ist bereits am anderen Ufer. Hier habe ich auch gebadet. Das Wasser ist sehr salzig, klar, das Wasser verdunstet in der Wüste und läßt das Salz zurück, das aus dem Gestein gewaschen wurde. Die Ruhe in der Wüste war himmlisch, ich habe hier im Mini Globe so gut geschlafen wie nirgendwo sonst auf der Reise.



Auf der Nationalstraße 12 bei Tissint. (Foto von Daniel Spieler.)



Leichte Straßenschäden. Eine Furt durch einen Oued. Dies ist ein Grund dafür, möglichst nicht nachts zu fahren. Die kleinen "Warnsteine" neben dem Loch werden dort gerne zur Kennzeichnung von unbefahrbaren Stellen verwendet und sollten ernst genommen werden. (Bild von Daniel Spieler.)

Weiter im nächsten Post...


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 17:33  eMail  Profil  Zitieren



Der südwestlichste Punkt meiner Reise. Geradeaus gehts in die Westsahara, ich bin rechts abgebogen, wo der LKW gerade herkommt.



Die Fernstraße zwischen Ait-Herbil und Izerbi.



Ende der Straße hinter einer Furt durch den Oued Tamanart. Hier hat ein mächtiger Erdrutsch, mehr Geröllrutsch, die Straße, die früher mal am Berghang war, weggerissen. Es bleibt nichts anderes übrig, ich mußte rechts ins Flußbett abbiegen.



Wo die Straße und der Fluß dasselbe sind. Mit einer Baumaschine hat man das Flußbett des Oued Tamanart ein bißchen glatt geschoben. Die Korngröße ist im Mittel bei 10 cm. Da muß das Smart Gespann durch. Links am Berg meißelt ein Caterpillar die neue Straße in den Hang. Die Felsen rollen runter, denen mußte ich auch noch ausweichen. Dafür kann man sich kaum verfahren: immer der Nase nach bis zu dem markanten Berg hinten in der Mitte, dann dem linken Flußarm weiter folgen. (Bild von Daniel Spieler.)



Die gefährlichste Stelle der ganzen Reise, am Berghang über dem Oued Tamanart. Mehrere hundert Meter Höhenunterschied auf mehreren hundert Meter Strecke. Die Serpentinen waren so steil, daß der Smart im ersten Gang bei Vollgas gerade eben noch so hochgekommen ist. Dazu war die Straße gerade neu gebaut, eigentlich gut, aber deswegen mit Rollsplitt bestreut. Und der heißt so, weil er aus Rundkorn ist und deshalb rollt. Das ging dann so: Vollgas 1. Gang auf dem geraden Stück, mit Schwung in die Kehre, der Smart schlingert mit dem Heck und der Mini Globe ebenfalls. Trust Plus greift ein, der Smart wird langsamer und langsamer.... und fängt sich, beschleunigt wieder, und in die nächste Kehre. Ich weiß bis heute nicht, was ich gemacht hätte, wenns der Smart nicht geschafft hätte. Ich kann mit dem Anhänger schon in der Ebene schlecht rückwärts fahren. Aber im Gebirge, in der Kehre, ohne Leitplanke? Zu allem Überfluß zeigte die Tankanzeige schon seit längerem 0,0 Liter an, weil ich bei Icht eine Tankstelle verpaßt hatte. Ich hatte noch nie so Schiß wie auf der Etappe.

Weiter im nächsten Post...


Triking
Forum-smartie
(11116 Beiträge)

registriert seit: 11.5.2005
Kennzeichen: vorne und hinten

  erstellt am 06.01.2019 17:42  Profil  Zitieren

Whow! Welch ein Abenteuer! Hast Du etwas am Fahrwerk verändert, bzw. den Reifendruck stark abgesenkt, mein CDI ist so hart, die Wüstenstrecke würde vermutlich alles "zerlegen".
Gruß, Rolf


Triking
Forum-smartie
(11116 Beiträge)

registriert seit: 11.5.2005
Kennzeichen: vorne und hinten

  erstellt am 06.01.2019 17:49  Profil  Zitieren

Whow! Welch ein Abenteuer! Hast Du etwas am Fahrwerk verändert, bzw. den Reifendruck stark abgesenkt, mein CDI ist so hart, die Wüstenstrecke würde vermutlich alles "zerlegen".
Gruß, Rolf


Triking
Forum-smartie
(11116 Beiträge)

registriert seit: 11.5.2005
Kennzeichen: vorne und hinten

  erstellt am 06.01.2019 17:49  Profil  Zitieren

Whow! Welch ein Abenteuer! Hast Du etwas am Fahrwerk verändert, bzw. den Reifendruck stark abgesenkt, mein CDI ist so hart, die Wüstenstrecke würde vermutlich alles "zerlegen".
Gruß, Rolf


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 06.01.2019 17:52  eMail  Profil  Zitieren



Kleiner Smart vor großem Kiesel. An der Regionalstraße 107 bei Tafraoute.



Kleiner Smart vor großem Kaktus. An der Regionalstraße 104 bei Tafraoute. Diese Kakteen gibt es im ganzen Mittelmeerraum. Sie wachsen hier halbwild als eine Art Grundstücksbegrenzung. Es gibt sie aber nur nördlich des Atlas, in der Sahara gibt es sie nicht. Die roten Früchte sollen eßbar sein. Sie werden mit Plastikbechern gepflückt, aufgeschnitten und ausgelöffelt.



Mein Copilot, eine schwarze Plüschratte von IKEA vor den Blauen Steinen von Jean Verame. In der Steinwüste des Anti-Atlas südlich von Tafraoute.



Auf einem "Touristen-Parkplatz" zwischen anderen Touri-Wohnmobilen, vor dem Aufstieg zur mittelalterlichen Speicherburg Agadir Tasguent. Ich habe dort sogar Parkgebühr bezahlt...



Unzählige Brücken im Anti-Atlas waren durch Geröllrutsche weggerissen, so daß ich immer wieder durch die Flußbetten ausweichen mußte. Hier hat man Behelfsfurten hingeschoben. An der Brücke seitlich vorbei, die Böschung runter, durch den Fluß rumpeldipumpel, die andere Böschung mit Stoff wieder rauf. In der Bildmitte ist hier eine mittelalterliche Brücke zu sehen.



Und noch so eine zerstörte Brücke mit Behelfsfurt, zwischen Tasguent und Igherm.

Weiter im nächsten Post...


MBNalbach
Warp-smartie
(4896 Beiträge)

registriert seit: 8.11.2006
Kennzeichen: SLS-BM

  erstellt am 06.01.2019 20:30  Profil  Zitieren

R E S P E K T

vor deinem Mut und deinem Smart!

Warst du mit deiner Ratte alleine unterwegs oder gab's einen Begleiter?
-----------------
fortwo cabrio, bj 06/00, 600er
fortwo cabrio, bj 09/01, CDI


450-3
Turbo-smartie
(630 Beiträge)

registriert seit: 5.2.2017
Kennzeichen: DAH

  erstellt am 06.01.2019 22:22  Profil  Zitieren

Danke für den tollen Reisebericht. Da bekommt man gleich Lust, auch mal wieder die Koffer zu packen

tutur
Turbo-smartie
(1424 Beiträge)

registriert seit: 31.8.2011

  erstellt am 07.01.2019 19:18  Profil  Zitieren

Danke für den Bericht!

T.
-----------------
Das Leben ist zu kurz um langweilige Autos zu fahren!

Die SMART Roadster Community bei XING: www.xing.com/communities/groups/smart-roadster-community-09aa-1006819



Bastelst Du noch, oder fährst Du schon ... ???

seit 2008 und seit 2011


OBE-58
Junior-smartie
(43 Beiträge)

registriert seit: 17.12.2018
Kennzeichen: OBB

  erstellt am 08.01.2019 08:31  eMail  Profil  Zitieren

Alle Achtung. Gespann und Fahrer haben sich nicht gescheut diese Reise auf sich zu nehmen und haben damit bewiesen;"Geht nicht gibts nicht".

Sehr schöner Reisebericht.

Wir (meine Frau mit mir) waren im Okt 18 in Marrakesch, Rabat und Fes, aber mit dem Flieger und Reisebus. Das Vertrauen zu meinem kleinen (CDI Bj2002 mit 202xxxkm) muss erst noch aufgebaut werden. Wir sind erst 4 Wochen zusammen und kleine Wehwechen behoben.

Noch viele und schöne Ereignisse "euch zwei"

-----------------
Gruß Ernst
In keiner Lebenslage denkt der Mensch so sehr an das Vorwärtskommen, wie vor einem Stopplicht



[ Diese Nachricht wurde editiert von OBE-58 am 08.01.2019 um 08:36 Uhr ]

W-Technik
Hyper-smartie
(1901 Beiträge)

registriert seit: 23.5.2011
Kennzeichen: ES-0815

  erstellt am 08.01.2019 09:19  Profil  www  Zitieren

... es gibt Sie doch noch verrückte Automobilisten?

War der Anhänger voll mit Ersatzteilen .
Wie war der Kontakt mit Einheimischen in Bezug auf das ungewöhnliche Gespann? So nach dem Motto wir haben hier schon größere KFZ .


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 08.01.2019 10:28  eMail  Profil  Zitieren

Und weiter geht es mit den Fotos. Jetzt kommt die Überfahrt übers Hochgebirge nach Norden.



Eine weitere wichtige Abzweigung auf der Reise, die ich sorgfältig abgepaßt habe. Links gehts zur bekannten Großstadt Agadir am Atlantik, das interessante steht ganz rechts unten: der Par Tizi n Test. Über diesen Gebirgspaß mit der tollen Aussicht wollte ich fahren.



Aufstieg in den Himmel. Der Mini Globe am Straßenrand auf dem Tizi n Test. Die Berge werden kleiner und verschwinden im Tal.



Am Straßenrand auf dem Tizi n Test. Durch die Haarnadelform der Strecke kommt man mehrfach wieder an derselben Stelle vorbei, wo man vorher schon mal war. Nur auf anderer Höhe. Dort auf der Straße bin ich ein Weilchen vorher gefahren.



Allô! Auberge? Eine "Raststätte" auf dem Tizi n Test.









Gut ausgebaute Straßen sichern zügiges Vorankommen. Auch bei LKW im Gegenverkehr. Glücklicherweise ist Verkehr hier recht selten.

Nach dem Tizi n Test führte mich die Route am Djebel Toubkal vorbei, dem höchsten Berg Nordafrikas. Eine Gegend, die ja kürzlich unschön in den Nachrichten war.

Als krönenden Abschluß der Reise gab es dann noch das traditionelle Hammelkopfessen auf dem "Platz der Toten".



Genau hinschauen, alles was da liegt gibts auch auf den Teller.


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 08.01.2019 10:47  eMail  Profil  Zitieren

Damit endete die eigentliche Reise in Marrakesch, der Rest war Rückreise über Autobahn.

Hier noch zwei Fotos von meiner Ausrüstung:



Mein täglicher Getränkevorrat auf dem Beifahrersitz. Ich habe immer Limo gekauft und 1:2 mit dem Wasser gemischt, das es in großen Ballons überall zu kaufen gibt, hier links im Bild. In der Sahara ist viel Trinken schon nötig. Die Einheimischen sind ja recht cool was den Umgang mit der Wüste angeht, aber sie haben auch immer eine Wasserflasche dabei, wenn sie zu Fuß da unterwegs sind. Unter den Getränken mein Rucksack, an der Lehne Karten und Pläne, im Fußraum 2 Stapelkisten, in der unteren Werkzeug und der oberen Proviant. So hatte ich alles in Griffweite und habe während der Fahrt immer gegessen und getrunken. Pausen zu machen war praktisch unmöglich, weil viel zu heiß, ich mußte also immer fahren. Ich habe die heißeste Zeit von ca. 10 Uhr bis 16 Uhr zum Fahren genutzt, mit Fenster auf der Beifahrerseite ganz offen und auf der Fahrerseite ganz zu. So war das recht angenehm. Aber bloß nicht anhalten...



Das Verzurrsystem fürs Gepäck im Mini Globe. Ich habe durch den Sperrholzboden der Kabine und durchs Chassis gebohrt und 4 Ösenschrauben M10 festgekontert, ein Paar weiter vorne, hier im Bereich des Türrahmens, ein Paar weiter hinten. Dort dann 2 Spanngurte mit Haken quer rüber, und das Gepäck auf die Matratze niedergezurrt. Hier im Bild der schon erwähnte Hochlehner. Zur Schonung des Bettzeugs habe ich ein Stück Dachunterspannbahn verwendet. Das System hat sich gut bewährt.

Das wars mit dem Bericht!

Grüße, Hajo


themars2011
Senior-smartie
(202 Beiträge)

registriert seit: 25.12.2017

  erstellt am 08.01.2019 18:04  Profil  Zitieren

Quote:

Am 06.01.2019 um 16:14 Uhr hat Funman geschrieben:

Endlose Weiten am Nordrand der Sahara. Auf dem Smartphone läuft Osmand.
Weiter im nächsten Post...



Ist dein Drehzahlmesser kaputt oder warum ist der Motor aus

[ Diese Nachricht wurde editiert von themars2011 am 08.01.2019 um 18:05 Uhr ]

Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 08.01.2019 18:25  eMail  Profil  Zitieren

Ich fang mal mit Beantwortung der Fragen an:

"Bist Du da nicht von manchen vor Ort angeschaut worden wie ein Außerirdischer mit Deinem Gespann? "

„Wie war der Kontakt mit Einheimischen in Bezug auf das ungewöhnliche Gespann?

In Europa auf Anfahrt und Abfahrt war das Gespann schon ein Hingucker, ich wurde oft mit Smartphones gefilmt und fotografiert. In Marokko weniger, im Atlasgebirge und in der Sahara garnicht. Die Leute da wundert kaum etwas, bei dem, was da sonst so rumfährt. Die bekannten spektakulär überladenen LKW z.B., mit noch einer Ziegenherde auf dem Dach. Echt, eine ganze Herde, die stehen da im Fahrtwind. Das Dach ist natürlich eingezäunt. Oder die üblichen Lastentrikes mit phantasievoll selbstgebastelten Kabinen. Viel wird auch noch mit Eseln transportiert.

Weiter im nächsten Post...



Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 08.01.2019 18:28  eMail  Profil  Zitieren

„Ich glaube nicht, dass mein armer Smart Europa noch verlassen wird...“

Na, immerhin bist du schon bis zum „Ende des Landes“ gekommen! Da war ich noch nicht.

„Hast Du etwas am Fahrwerk verändert, bzw. den Reifendruck stark abgesenkt, mein CDI ist so hart, die Wüstenstrecke würde vermutlich alles "zerlegen".“

Ja, habe ich. Ich habe den Smart hinten tiefergelegt.

Leider, unbeabsichtigt. Ich habe mich zu dieser Reise recht kurzfristig entschieden, so daß nur noch wenig Zeit zur Vorbereitung war. Beim Durchchecken des Smart fiel mir auf, daß beide hinteren Federn gebrochen sind. Die untersten halben Windungen waren abgebrochen, wie üblich. Das war nicht zu merken, der Smart kommt nicht merklich tiefer und Geräusche macht es auch nicht. Die Feder sitzt nur etwas schief auf dem Teller. So lassen wollte ich das aber auch nicht, so habe ich noch neue Federn bestellt und eingebaut. Aber keine originalen, sondern von NK. Ergebnis war, der Smart hing hinten total tief. Ist auf den Fotos auch zu sehen, z.B. dem Bild durch die Säulen. Entweder sind die Federn zu weich oder sie haben schon auf ein paar tausend Km nachgegeben, oder beides. Zudem hatte ich ein Problem mit der Austarierung des Mini Globe. Ich hatte vor der Achse 2 Bleibatterien und 2 Ersatzräder montiert, was ich auf die Schnelle nicht mehr verbessern konnte. So war die Stützlast eigentlich zu hoch, was das Heck des Smart natürlich auch noch runterdrückt.

Die Federung ist auf den schlechteren Abschnitten pausenlos durchgeschlagen. Die Gummipuffer waren dann auch zerstört. Insgesamt bin ich nur 2x aufgesetzt, was ich auf der Fahrt aber nicht gemerkt habe, bei dem ständigen Gepolter. Die Kupplungsglocke hat einen dicken Ratscher, und eine Schelle des hinteren Stabis ist plattgekloppt.

Die ständigen Erschütterungen können auch Gepäck und Innenausstattung zerstören. So haben die Stapelkisten im Kofferraum eine Kerbe ins Panel gearbeitet. Erfahrene Fahrer haben mir erzählt, daß man Bierdosen-Sixpacks zerlegen und die Dosen einzeln einwickeln muß. Sonst reiben sich sie Dosen an den Kontaktstellen durch und laufen aus.

Reifendruck verringern machen die Sandpistenfahrer. Auf Steinpiste geht das nicht, da würden die Reifen und Felgen zerstört werden.


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 08.01.2019 18:30  eMail  Profil  Zitieren

"Warst du mit deiner Ratte alleine unterwegs oder gab's einen Begleiter? "

Alle Fahrten im Smart bin ich alleine, bzw. nur mit Plüschratte gefahren. Unser Deal war: solange die Ratte nichts sagt, sind wir auf der richtigen Route. Hat auch fast immer geklappt.

Die Reise war als Rallye "auf den Spuren der Rallye Paris-Dakar" organisiert. Das heißt, viele Orte und Etappen hat auch die Paris-Dakar früher schon mal angefahren.
Es gab 6 Teams, die tagsüber unabhängig voneinander gefahren sind. Ich wußte also, daß die anderen Teams zwar zum gleichen Etappenziel unterwegs sind, aber nicht, wo die jeweils waren, vor oder hinter mir oder auf einer Parallelstraße, z.B. 100 Km entfernt. Abends haben wir uns dann meist auf einem Campingplatz getroffen. Da gabs dann natürlich viel zu erzählen, wer ist wo gefahren, in welchem Zustand ist welche Straße und wie oft mußte welcher Wagen ausgegraben werden. Es gab die Wahl zwischen Offroad und Onroad Strecken, ich habe immer Onroad gewählt. Wobei das, wie auf den Fotos zu sehen, auch öfter mal ziemlich Offroad war.

Weiter im nächsten Post, vermutlich morgen...

Grüße, Hajo


donmaximus
Junior-smartie
(22 Beiträge)

registriert seit: 7.10.2018
Kennzeichen: k

  erstellt am 08.01.2019 18:34  Profil  Zitieren

Wahnsinn Danke fürs Teilen !!

ThoK
Standard-smartie
(100 Beiträge)

registriert seit: 25.6.2016
Kennzeichen: hab ich

  erstellt am 09.01.2019 07:20  Profil  Zitieren

Schöner Bericht
Schönen Gruß an die Ratte

ThoK


Funman
Hyper-smartie
(1657 Beiträge)

registriert seit: 20.5.2010

  erstellt am 09.01.2019 18:04  eMail  Profil  Zitieren

„War der Anhänger voll mit Ersatzteilen .“

Ich hatte zwei flache Stapelkisten mit Teilen und Werkzeug dabei. Da am Smart viel elektrisch läuft, hatte ich auch Werkzeug dabei, um Kabelprobleme zu flicken, Abisolierzange, Aderendhülsen, Preßzange, Wagoklemmen, Kabel, Schrumpfschlauch, Lötkolben mit Zubehör, 230V-Wandler. Damit hätte ich viel überbrücken und ersetzen können. Alles Werkzeug habe ich einzeln in Gefrierbeutel eingewickelt, damit es nicht ständig scheppert. Da der Smart original keinen Wagenheber hat, habe ich einen der leichten Aluminiumheber aus dem Audi A3/A4/A6 gekauft und den Schlitz in der Kunststoffkralle so aufgeflext, daß er auf die aufgedoppelte Aufnahmestelle am Smart paßt.

Grüße, Hajo


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