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smart-man

Öl im LLK ohne VLE!

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Hallo Gemeinde,

habe gerade einen smart zum Testen hier aus den NL (von einem Moppedfreund...).

Evtl. möchte ich ihn günstig erwerben.

Benziner, 600ccm, EZ99, 65.000km, Kompression kalt 8.9-9.2-9.0, warm 12.8-13.4-13.4.

Anlasser dreht nicht den Motor, wenn er warm ist (habe aber noch einen Anlasser hier liegen). LiMa lädt mit 14.2V.

Heckschürze und Heckklappe voller Ölnebel. Auf 200km 300ml Ölverbrauch. Habe den Ansaugtrakt gründlichst gereinigt.

TLE funktioniert (saugen geht, pusten nicht)

VLE geht zum Ölabscheider (war halb voll) und von diesem zum Ansaugtrakt.

VLE abgemacht, Lappen drum, Lappen nach 30km voller Öl. Zu viel Druck?

Ausserdem sammelt sich unter Last Öl im LLK und vor der Drosselklappe und drückt es an der Luftleitung vom Turbo raus.

Wo kommt das Öl im LLK und vor der Drosselklappe her? :-?

VLE ist ja derzeit nicht im Kreislauf...

Könnte es eine verstopfte Rücklaufleitung vom Turbolader sein und der Turbo drückt Versorgungsöl in den Ansaugtrakt?

Oder drückt der smart so viel Öl durch das TLE?

Brauche Hilfe bei der Ursachensuche!

 

Viele Grüße,

Stephan


Life is too short to drive boring cars...

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Eine mögliche Ursache könnte sein, zu hoher Kurbelgehäusedruck durch verkokte Kolbenringe. Folge, durch das VLE wird mehr Motoröl vor den Turoblader gedrückt. Welches sich dann im Ansaugbereich (LLK, Sckläuche, Drosselklappe und Ansaugbrücke) verteilt.

 

[ Diese Nachricht wurde editiert von ronny1075 am 14.12.2012 um 20:13 Uhr ]


 

 

 

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Die Kolbenringe müssen überhaupt nicht, könnten aber trotzdem "verkokt" sein.

Bei den meisten Motoren ist es schlicht übermässiger Zylinderverschleiss, der hohe blowby-Mengen verursacht, die das Ol mitreissen.

Ventilschaden absehbar, Motor austauschbedürftig.

 

Gute Kompressionswerte sind auch bei verschlissenen Zylindern dann möglich, wenn das anwesende Öl die Abdichtung übernimmt.

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Hey, danke für die schnellen Feedbacks.

hmm...

 

@ ronny: Da die VLE aber in einen Ölabscheider geht, und dieser nur "halb" voll war, kann von da aus eigentlich kein Öl in vor den Turbo gelangen.

 

@panther: Aber wie kommt das Öl in den Ansaugtrakt?

Es kann ja nur durch die TLE in den Ansaugtrakt wenn man ausser Acht lässt, das die Strömung ja Richtung Einlassventil geht, oder über die Versorgungsleitung zum Turbo, wenn man davon ausgeht, dass es sich Richtung Ansaugtrakt drücken kann. Der Smart qualmt weder bei Teillast, noch bei Vollast.

 

Ich habe jetzt einen Auffangbehälter an die VLE gepappt, 50km gemächlich = ca. 8ml Ölsuppe, nochmal 50km sportlich = ca. 15ml Ölsuppe. Das halte ich für normal.

 

Ansaugtrakt wieder voller ÖL, im LLK ca. 110ml Öl! Ohne VLE!

Die TLE ist "trocken"

 

Ich werde mal die Versorgungsleitung vom Turbo abnehmen und "durchpusten".

Ich habe den Rücklauf in Verdacht, weil das die dünnste Stelle im System ist.

 

Wenns "nur" ein verstopfter Rücklauf ist, dann wäre ich ja recht froh.

 

Habe ja noch genug Teile vom Unfallsmart hier liegen...

 


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In Holland mag man wohl keine Inspektionen und so kommts, dass die TLE und VLE im Auflösen begriffen sind - das könnte eine der Ursachen sein- aber auch die Kerzen, wo gerne mal nur 3 getauscht worden sind..

(Wir haben z.Zt. ebenso einen Hollandsmart vor der Tür stehen)

 

 


In der Ruhe liegt die Kraft.

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Dies könnte einer der selteneren Fälle sein, wo erhebliche Ölmengen durch die Lagerung des Turbo - Gebläses die ja zugleich auch die Abdichtung ist, in den Saugtrakt geraten. Eine verstopfte Rücklaufleitung könnte sowas verstärken.

Du kannst das Lagerspiel grob prüfen: bei abgenommenem Luftschlauch vom Gebläseausgang mit spitzen Fingern an der Nabenmutter wackeln, radial und axial.

Bei intaktem Lager darf praktisch kaum Spiel spürbar sein,( ca 0,1 mm). 0,5mm, die man deutlich spüren sollte, sind schon jenseits von gut und böse und machen einen Ladertausch fällig.

Den sog. "Ölabscheider" und deinen prinzipiell cleveren Versuch mit dem Auffangtöpfchen kannste mal vergessen.

Die grössere Teilmenge an blowby - Öl und -Wasser (!) kommt dampfförmig oder als feinster Nebel daher und lacht sich was über den Bastler, der sie auffangen will.

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Hallo smart-man,

 

so wie du es beschreibst scheint wirklich was mit der Abdichtung am Turbo nicht zu stimmen.

 

Hier mal eine recht gute Beschreibung wo man nach dem Fehler suchen kann. Wobei du ja die Motorentlüftung schon mal fast ausgeschlossen hast durch das abklemmen der VLE. Wäre nur noch zu prüfen ob sie auch freien Durchgang hat, nicht das die Leitungen zum Oelabscheider verengt sind und somit unter Last der Motor nicht ordentlich entlüftet wird.


193092_2.png

 

Spritmonitor.de

 

RADIO fresh80s - Hier sind die Achtziger zuhause!

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manchmal......

 

OK, der Schlauch der VLE am Ventildeckel war gerissen, minimal, aber daher hat er Richtung LLK geblasen.

Der Abgangsschlauch vom Ölauffangbehälter auch voller Öl.

Der LLK hat einen Riss am Eingang, auf diesen sprüht der defekte VLE-Schlauch Öl, welches von Luftstrom eingesaugt wird und sich vor dem Auslass des LLK sammelt.

 

Schläuche erneuert, Versorgungsleitung und LLK vom Unfallsmart genommen, Stahlwolle in den Ölabscheider.

 

Also neue Forschung: Wieso kommt so viel Öl aus der VLE?

Ventildeckel sieht eigentlich an der VLE sauber aus, das kleine Röhrchen ist nicht verstopft. Dichtung etwas "wellig" in der VLE. Gehört in deas "Labyrinth" der VLE etwas Stahlwolle, damit sich dort schon Öl und Luft trennen können?

 

Viele Grüße,

Stephan

 

 

 

[ Diese Nachricht wurde editiert von smart-man am 17.12.2012 um 08:43 Uhr ]


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Das ist der "Normalfall" bei 450er Benzinern mit verschlissenen Zylindern.

Die blowby-Menge wird so hoch, dass so viel Ölnebel (besonders aufgrund der Kolben-Spritzölkühlung) mitgerissen wird, dass weder der Labyrinthabscheider noch irgendwelche nachgeschalteten Bastelabscheider genug davon zurückhalten können.

Meist fällt das erst auf, nachdem die Zündkerzenelektroden (und andere Bereiche der Brennraumwandung) von den nicht brennbaren Resten dieser Ölmengen einen starken "Ölkohle""-Belag zeigen.

Dieser platzt örtlich ab und kann dann zum Glühen kommen. Die darauffolgenden lange anhaltenden Glühzündungen im mittleren Lastbereich führen dann wegen viel zu hoher Drücke und Temperaturen zu den bekannten Ventilschäden. Bei anderen Motoren treten unter diesen Bedingungen zuerst Schäden an Kolbenringen und -nuten auf, die man beim Smart auch manchmal findet.

Motor-Totalschaden.

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also:

Zylinder hohnen, Übermasskolben /-ringe als einzige Möglichkeit den Motor zu erhalten?

Hmmm...

Ich sollte mir mal einen Motor besorgen, den ich über den Winter überholen kann...

Habe jha noch aus dem Unfaller einen neuen Turbo, einen neuen Kopf mit neuen Ventilen, eine neue Nockenwelle, Steuerkette, Wasserpumpe, Ölpumpe, etc..

Nur eben leider einen abgerissenen Zylinder...

 

Wer also einen defekten Motor für kleines Geld hat: Bin für Angebote offen! :-D

 

Werde dann wohl den smarti behalten, auch wenn er etwas Öl verbläst, Innen ist er noch sehr schön, und der Motor muss jetzt 80km pro Tag schaffen bis ins Frühjahr. Werde halt einen Blick aufs Öl haben müssen...


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Hallo Smart-man,

??? Du hast einen Motor mit abgerissenen Zylinder ???

Wie dass denn passiert? Ich habe schon viele Schäden gesehen - aber ein abgerissener Zylinder?

Jetzt bin ich neugierig..

Gruß

Marcel

 

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Quote:

Am 17.12.2012 um 10:15 Uhr hat smart-man geschrieben:
der Motor muss jetzt 80km pro Tag schaffen bis ins Frühjahr. Werde halt einen Blick aufs Öl haben müssen...



 

Bis jetzt sind das alles nur wohlbegründete Vermutungen!

Zylinder unbedingt vermessen lassen.

 

Und beim weiter fahren unbedingt den Ölpegel und den ZÜNDKERZENZUSTAND regelmässig prüfen und Kerzen ggf. reinigen

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@w140:

 

Bin bei glatter Strasse angeschnitten worden, habe mich gedreht und bin mit dem Heck (Beifahrerseite) gegen eine Betonbegrenzung gerutscht. Dabbei hat sich der Rahmen hinten Richtung Mitte gedrückt und hat den Motorhalter gegen den Zylinder gedrückt. Dabei ist der Steuerkettenraum im unteren Teil aufgerissen.

 

Vielleicht habe ich mich ja etwas unglücklich ausgedrückt...

 

Viele Grüße,

Stephan


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Quote:

Am 17.12.2012 um 11:54 Uhr hat smart-man geschrieben:

Bin bei glatter Strasse angeschnitten worden, habe mich gedreht und bin mit dem Heck (Beifahrerseite) gegen eine Betonbegrenzung gerutscht.


 

Scheisskarre das.

 

Und da diskutieren die Schumis vom winterglatten Parkplatz schon seit 5 Seiten, dass man nur ein Könner sein muss - und schon ist der Smart einen guten Winterauto.

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    • Ich bin in den letzten Wochen ca. 2400 Km mit HVO100 in einem Smart 450 CDI Bj. 2001 gefahren. Im Einzelnen:    Herkunft des HVO100: Ich habe bei Hoyer in Norddeutschland getankt. Auf Anfrage per Email konnte mir Hoyer leider nicht mitteilen, von welchem Hersteller ihr HVO100 geliefert wird und in welchem Verfahren es hergestellt wird. Sie haben geschrieben, daß sie je nach Marktlage von verschiedenen Lieferanten kaufen. Sie haben auf die Einhaltung der DIN-Norm als Beweis für eine gleichbleibende Qualität verwiesen. Soweit ich im Internet recherchieren konnte, ist das Quatsch, denn es gibt doch erhebliche Qualitätsunterschiede. Leider konnte ich zu dem von mir gekauften HVO100 nichts Näheres herausfinden.    Startverhalten:  Nach Aktenlage hat HVO100 eine höhere Cetanzahl als Mineraldiesel. Deshalb sollte der Motor mit HVO100 besser starten. Mein Smart startet mit HVO100 einwandfrei. Mit Mineraldiesel allerdings auch. Auch im Winter. 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Bei anderen Betriebsbedingungen außer Kaltlauf sind noch weniger Unterschiede zu erwarten, deshalb gehe ich darauf nicht ein.    Abgasqualität im Leerlauf nach Kaltstart:  Ich habe während des Warmlaufes bei beiden Smarts mit einer starken Taschenlampe in das Endrohr des Auspuffs geleuchtet. Die Trübung direkt nach Kaltstart ist bei HVO100 tatsächlich geringer, vielleicht halb so stark. Schon nach einer Minute Leerlauf ist die Trübung bei beiden aber schon viel viel geringer. Nach 3 Minuten ist sie noch erkennbar, HVO100 vielleicht noch minimal besser. Sobald die Motortemperatur das erste Ei erreicht, also 40°C, kann ich keinen Unterschied zwischen Mineraldiesel und HVO100 mehr erkennen. Bei beiden ist dann auch fast keine Trübung mehr erkennbar. Dabei wäre auch zu berücksichtigen, daß rund 50% der Abgase Wasserdampf sind. Kondensierender Dampf wird leicht mit Abgasqualm verwechselt.    Objektive Abgasmessungen habe ich nicht durchgeführt. Daß die Abgasqualität mit HVO100, mit Abgasmeßgeräten gemessen, besser sein wird, will ich nicht bestreiten. Feststellen kann ich es mit meinen Mitteln nicht. Auch mit Mineraldiesel gibt es im Fahrbetrieb natürlich keine schwarzen Wolken, auch nicht im Scheinwerferlicht bei höherer Leistung. Sollte ja auch nicht sein wenn der Motor in Ordnung ist. Meine Motoren sind aber auch nicht getunt, die Einspritzmenge ist original und damit der Luftüberschuß immer recht groß.    Geruch des Abgases bei Kaltstart:  Langsam wird es albern. Aber da es hier im Forum schon erwähnt wurde: Ja, bei HVO100 ist der Geruch eher nach Pflanzenöl und angenehmer, bei Mineraldiesel eher unangenehmer nach verkokeltem Mineralöl. Nach wenigen Minuten Warmlauf kann ich aber bei beiden Kraftstoffen keinen Geruch in der Nähe des Auspuffrohrs mehr wahrnehmen.    Maximales Drehmoment:  Internetrecherche nach dem Energieinhalt von HVO100 ergibt einen geringeren Wert als bei Mineraldiesel. Ich habe Werte von 4,5% bis zu 9% weniger gefunden. Dadurch sind um diesen Wert geringeres Drehmoment und Leistung zu erwarten. Dies könnte aber durch die geringere Viskosität des HVO100 und dadurch höhere Einspritzmenge teilweise kompensiert werden. Um dies zu testen bin ich fast jeden Tag die selbe Autobahnsteigung hochgefahren, mit ca. 100 Km/h, im 6. Gang, mit Fahrpedal am Anschlag. Dabei habe ich registriert, ob der Smart noch beschleunigt oder nicht, und wie stark. Ich konnte keinen Unterschied zwischen HVO100 und Mineraldiesel feststellen. Der geringere Energieinhalt scheint gerade durch die höhere Einspritzmenge kompensiert zu werden. Falls es Unterschiede gibt, sind diese auf jeden Fall kleiner als z.B. witterungsbedingte Schwankungen. Falls es überhaupt einen Unterschied gibt, sind Drehmoment und Leistung mit HVO100 minimal geringer als mit Mineraldiesel, nicht höher.    Höchstleistung:  Ich bin mit dem Smart auf ebener Autobahn im 6. Gang, trockene Fahrbahn, und Fahrpedal am Anschlag gefahren und habe registriert, ob der Smart die Höchstgeschwindigkeit von 140 Km/h nach Tacho bzw. 135 Km/h nach GPS erreicht. Er erreicht sie bei beiden Kraftstoffen knapp nach längerem Anlauf. Ich kann keinen Unterschied in der Höchstleistung feststellen.    Verbrauch:  Ich fahre mit dem Smart täglich die selbe Pendelstrecke. Auch meine Fahrweise ist weitgehend die gleiche. Mit Mineraldiesel habe ich folgende Vergleichsverbräuche unter winterlichen Bedingungen gehabt: 11/25-1/26 3,29L/100Km über 6 Tankfüllungen gemittelt. 1/25-2/25 3,51L/100Km über 8 Tankfüllungen gemittelt, 1/21-2/21 3,33L/100Km über 6 Tankfüllungen gemittelt. Mit HVO habe ich jetzt in 1/26-2/26 über 6 Tankfüllungen gemittelt 4,20L/100 Km verbraucht. Selbst wenn ich mal den höchsten der 3 Vergleichsverbräuche annehme, dann ist das ein Mehrverbrauch von 19%. Also sogar noch etwas mehr als erwartet. Der Mehrverbrauch macht sich auch durch kürzere Reichweite bemerkbar, ich fahre deutlich öfter an die Tankstelle.    Preis:  An meiner Tankstelle in der Großstadt kostete HVO100 gegenüber Mineraldiesel 15 cent pro Liter mehr. Diese Differenz blieb konstant, auch wenn die Preise rauf und runtergehen. Dies sind ca. 9% Mehrpreis. Dazu ist noch der höhere Verbrauch zu berücksichtigen, also noch mal 19% mehr, also zusammen 28% mehr. Hinzu kommt, daß ich Mineraldiesel nicht in der Großstadt tanke sondern auf dem Land, das macht nochmal 2% mehr aus, für mich also rund 30% Mehrkosten insgesamt im Vergleich zu Mineraldiesel.    Aktuell haben sich die Preise geändert: HVO100 ist nur noch 10 Cent teurer, dafür ist der Unterschied zum Land aktuell 4,5%. Kommt ungefähr aufs gleiche raus.    Fazit: HVO100 ist eine nette Sache. Ob dem Fahrer die Umweltfreundlichkeit den um (bei mir) 30% höheren Preis wert ist, muß jeder selbst entscheiden.    Damit ist das HVO100-Experiment, das ja eigentlich keins ist, also der HVO100-Betrieb, für mich auch schon wieder fast beendet. Mein Arbeitsplatz ist in der Großstadt umgezogen, so daß ich nicht mehr oft in die Nähe der HVO100 Tankstelle komme. Zig Kilometer Umweg dorthin zu fahren ist mir zuviel Aufwand. Ich habe noch 2 Kanister Vorrat, das reicht nochmal für ca. 1000 Km, dann steige ich wieder auf Mineraldiesel um. Dann mache ich noch mal die Gegenprobe.   
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