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schaefca

TAZ: Fast wie in einem Porsche

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Tach!

 

Gefunden bei taz.de:

 

Fast wie in einem Porsche

 

Der "smart fortwo cdi" ist das Auto mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß in Deutschland - "CO2-Champion", wie sein Hersteller wirbt. Hat er wirklich keinen Haken? VON STEFAN KUZMANY

 

Der neue Autotest der taz berücksichtigt ausschließlich Fahrzeuge, die weniger als 110 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Grund: Die von Merkel verwässerte neue EU-Flottengrenze von 130 g/km ab 2012 ist angesichts der weltweit steigenden Zahl von Autos zu wenig. Nur: Es gibt kaum Massenmarktautos unter 110g/km.

 

Familientauglichkeit: Nein

Der Umweltfaktor: Der "smart fortwo cdi" stößt nur 88 g C02/km aus - das hört sich verdammt gut an. Derzeit schafft kein anderes in Deutschland gebautes Serienauto einen so geringen Wert. DaimlerChrysler bewirbt den neuen Smart in seiner Dieselvariante denn auch als "C02-Champion" - dagegen kann niemand etwas sagen. Damit zu werben, der Kleinstwagen glänze mit "extrem niedrigen Emissionswerten", ist dem Konzern allerdings im vergangenen Mai vom Landgericht Stuttgart verboten worden. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH), weil der Smart mit einem offenen Dieselrußfilter arbeitet - und dieses System reinigt die Abgase weniger effektiv als ein geschlossenes System.

 

Wie die DUH schreibt, stößt der Smart mit seinem minderwirksamen Filter "erheblich mehr Dieselruß aus als ein moderner Stadtomnibus mit geregeltem Partikelfilter" und sei damit der "Dreckspatz von Mercedes" - das einzige neue Dieselmodell des Konzerns ohne geregelten Partikelfilter. Damit überschreite der "smart fortwo cdi" die ab September 2009 verbindliche Abgasnorm Euro 5 erheblich - was zur Folge hätte, dass man mit dem ausgewiesenen Stadtauto in mancher Innenstadt nicht mehr fahren dürfte.

 

Immerhin: DaimlerChrysler will den Diesel-Smart ab nächstem Jahr mit einem geschlossenen Filtersystem anbieten. Warum erst dann? Daimler hätte sich und dem Smart viel miese PR ersparen können. Laut Werksangabe verbraucht der "smart fortwo cdi" kombiniert 3,3 Liter auf 100 Kilometer, die schafft selbstverständlich kein Mensch, insofern wird auch niemand versuchen wollen, mit nur einer Tankfüllung von Berlin nach Paris zu fahren, und auf keinen Fall möchte man der arme Tropf sein, der für die PR-Abteilung den Beweis ihrer Behauptung anzutreten hat, dass so eine Reise tatsächlich möglich sei. Die Notwendigkeit einer Klimazerstörungsanlage entfällt, wenn man sich für ein Cabrio entscheidet.

 

Wie fährt man bei 30 bis 80? Perfekt. Im neuen Smart haben die Daimler-Ingenieure endlich das gefürchtete Schaltloch der Automatik des Vorgängers gestopft, ruckelfrei schaltet der Smart zum besten Zeitpunkt hinauf und hinab.

 

Wie fährt man ab 80? Tut man mit dem Smart ja eigentlich kaum, da man ihn sinnvollerweise nur in der Stadt und im Umland nützt und alle weiteren Strecken brav mit der Bahn zurücklegt. Wenn man den Smart aber doch aus seinem Stadtrevier auf die Autobahn jagt, verliert er seine Vorzüge. Das Fahrerlebnis ist dann fast wie bei einem Porsche. Bei beiden frappiert, dass die Autos, die doch gerade noch kleine Punkte am Horizont waren, so schnell näher kommen. Beim Porsche entsteht dieses Gefühl beim Blick aus der Windschutzscheibe, beim Smart beim Blick in den Rückspiegel. Alle überholen. Das kann nur ertragen, wer es versteht, sich an der eigenen Vorbildlichkeit zu laben. Immerhin: Das Navigationssystem (Aufpreis) sagt einem recht zuverlässig, wie spät es sein wird, wenn man endlich ankommt. Ab ungefähr 110 km/h hat man ein wackliges Gefühl, insbesondere bei Seitenwind. Bei Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h verbraucht der Direkteinspritzerdiesel geschätzte 7 Liter auf 100 km - eine Verbrauchsanzeige fehlt.

 

Technikfaktor: Das Verdeck lässt sich bei jeder Geschwindigkeit öffnen und schließen.

 

Familienfaktor: Null - der Smart ist ein Zweisitzer mit kaum Kofferraum.

 

Dienstwagentauglichkeit: Keine Rückbank, also auch kein Aktenstudium auf der Rückbank.

 

Spaßfaktor: Hoch. Der "smart fortwo cdi" zieht gut, reagiert schnell, ist wendig, findet immer einen Parkplatz, als Cabrio ein sehr angenehmes Singlesommerauto. Es ist (bei umgeklapptem Beifahrersitz) möglich, drei Schlauchboote samt Paddeln, einen Kasten Bier, einer Kühlbox, einem Grill, Kohle sowie Steaks zu transportieren.

 

Statusfaktor: Gilt als "vernünftig", aber nicht als "richtiges Auto". In der Innenstadt kann man beim Einparken neidische Blicke auf sich ziehen. Auf der Autobahn dominiert Mitleid. Wen der Bekanntenkreis belächeln sollte, der kann auf das CO2-Championat verweisen - und hoffen, dass die Bekannten noch nichts vom Dieselrußfilter-Problem gehört haben.

 

 

SMART FORTWO CDI

Ist: ein fünfgängiges Dieselfahrzeug, das 88g/km CO(2 )ausstößt, aber (noch) einen minderwirksamen Dieselrußfilter eingebaut hat

 

CO(2)-Ausstoß: 88 g/km

 

Verbrauch (laut Hersteller):

 

3,3 l Diesel

 

Treibstoff: 100 Prozent Fossil

 

PS: 45 (33 KW)

 

Höchstgeschwindigkeit:

 

135 km/h

 

Sitzplätze: 2

 

Kofferraum: erstaunliche

 

220 Liter, bis zum Dach

 

beladen sogar 340 Liter

 

Preis: ab 11.200 Euro

 

 

 

Quote:
[...] Laut Werksangabe verbraucht der "smart fortwo cdi" kombiniert 3,3 Liter auf 100 Kilometer, die schafft selbstverständlich kein Mensch, insofern wird auch niemand versuchen wollen, mit nur einer Tankfüllung von Berlin nach Paris zu fahren, und auf keinen Fall möchte man der arme Tropf sein, der für die PR-Abteilung den Beweis ihrer Behauptung anzutreten hat, dass so eine Reise tatsächlich möglich sei.[...]

 

:-D :-D :-D :-D

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"Für GV ohne Horst S.!"

 


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Für GV ohne Horst S.!*

 

*GV = Grevenbroich • Horst S. = Horst Schlimm, Schlamm, Schlämmer

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also der vergleich mit dem porsche hat doch was... :-D

 

nett und lustig geschriebener artikel... 8-)

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Quote:
Laut Werksangabe verbraucht der "smart fortwo cdi" kombiniert 3,3 Liter auf 100 Kilometer, die schafft selbstverständlich kein Mensch, insofern wird auch niemand versuchen wollen, mit nur einer Tankfüllung von Berlin nach Paris zu fahren, und auf keinen Fall möchte man der arme Tropf sein, der für die PR-Abteilung den Beweis ihrer Behauptung anzutreten hat, dass so eine Reise tatsächlich möglich sei.

 

Wo kann man sich freiwillig melden?? Sofern die Karre nen Tempomaten hat bin ich dabei und ich bin sogar fast bereit zu Wetten das ich nichtmal diese 3,3 Liter brauche und auch noch Spaß dabei habe :-D:-D

 


Byebye vom Mischungsmicha

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Ausführliche Sig? Klick aufs Bild!

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Micha dito :-D Ich mache mit!

 

 


Mit jeder Träne, greift die Seele nach der Freiheit.
Wenn aus den Tränen schließlich ein Lächeln entsteht,öffnet sich der Himmel.

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würd da auch glatt mitmachen... könnten ja mit Vergleich Benziner und Diesel zeigen :-D

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Gruss

Stefanie

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Benziner: spritmonitor.de

 


Gruss

Stefanie

Mein Smartiermslogo.gifBenziner: spritmonitor.de

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klaro reinhard.. du musst dann wieder für die gemeinsamkeit mit dem porsche sorgen...

 

der verbrauch... :lol: :lol: :lol:

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..was für ein Artikel - Hilfe! Die Zielgruppe, für die dieser geschrieben wurde, muss wohl noch erfunden werden...

 

 

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der arme STEFAN KUZMANY scheint ein sehr frustierter mensch zu sein. ich finde den artikel weder witzig noch charmant, mir kommt es eher so vor als wäre der herr für seinen geschmack nicht genug gepampert worden und der text ist seine bescheidene rache. mich ermuntert es nur weiter smart zu fahren, denn ich will es weder jedem recht machen nocht jedem gefallen. genau deswegen bin ich jeden tag aufs neue begeistert. und überhaupt: schönheit ist die harmonische aneinandereihung von kleinen fehlern.

 

 


....leben und leben lassen....

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Tach!

 

Ich weiß gar nicht, was Ihr da groß zu mäkeln habt - ist ein typischer TAZ-Artikel für Menschen, denen Sozialverträglichkeit in Sachen Konsum wichtig erscheint und die auf Statusgedönse pfeifen. Dass der Kleine noch ein paar Minuspunkte auf sich vereint (z.B. echter DPF) ist Fakt, aber daran arbeitet DC ja. ;-)

 

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[ Diese Nachricht wurde editiert von schaefca am 08.08.2007 um 11:29 Uhr ]


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