Wichtiger als die Angabe der Viskosität ist die, der API-Schlüsselnummern des Öls. Wobei man/frau i. d. R. Öle verschiedener Viskosität natürlich nicht unbedingt mischen sollte! Auf den Kanistern stehen immer Normnummern für die Öleigenschaft und Qualität (Z.b. SAE0w-40HD, API-SG, CE, CF4) API bedeutet da: AMERICAN PETROLEUM INSTITUTE; ein Standardisierungsinstitut für Schmierstoffe. API spezifiziert dabei die Qualität des Öls und gibt diese mit Schlusselnummern auf den Gebindedosen an. SAE bedeutet: Society of Automotive Engineers (Vereinigung amerikanischer Autoingenieure); ein Standadisierungsinstitut für die Fließeigenschaft des Öls. Motorenöle sind also auch in SAE-Klassen eingeteilt, z.B. 0W, 10W, 15W, 20W, 20, 30, 40, 50. Da die API-Klassen meist nicht bekannt sind, liste ich die hier kurz auf. Die Viskositäten sind ja meist allen geläufig. Getrennt nach Otto- und Dieselmotoren: Motorenhersteller motorenseitig und die Ölgesellschaften schmierstoffseitig bestimmen dabei die erforderliche bzw. die gebotene Klasse. Der erste Buchstabe (nach dem "API") ist immer ein S oder C (s.o.). API S - Steht für Ottomotoren (Service-Klassen auch Spark Ignition) API C - Steht für Dieselmotoren (Commercial-Klassen auch Compression Igniton) Der zweite Buchstabe steht für die Klasse (Qualität). Je höher der Buchstabe im Alphabet, desto besser die Qualität. Die derzeit höchsten API Spezifikationen sind SJ & CE. Ottomotorenöle: SA - Regular-Motoröle evtl. mit Pourdepressant und/oder Antischaummittel SB - Motoröl für niedrig beanspruchte Otto-Motoren mit Wirkstoffen gegen Alterung, Korrosion und Verschleiss SC - Motoröl für mittelbelastete Otto-Motoren wie SB plus Wirkstoffen gegen Verkokung SD - Motoröl für schwere Betriebsbedingungen bei Otto-Motoren (von 1968 bis 1971) SE - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren (von 1971 bis 1972) SF - Motoröl für sehr hohe Anforderungen bei Otto-Motoren wie SE + verbessertem Veschleissschutz und Schlammtragevermögen SG - Motoröl für höchste Anforderungen wie SF + Schutz gegen (Schwarz-)Schlammbildung SH - Motoröl für höchste Anforderungen (ab 1993) wie SG + zusätzlich Anforderungen HTHS und Verdampfungsverlust (HTHS = High Temperatur High Shear / Hochtemperaturviskosität) Dieselmotorenöle: API CC - Motorenöle für geringe Beanspruchungen API CD - Motorenöle für hohe Beanspruchungen, turbogetestet API CE - Motorenöle für höchste Beanspruchungen, turbogetestet API CF-4 - Motorenöle der Klasse CE mit geringem Anteil an metallorganischen Additiven und höheren Anforderungen in Bezug auf Ölverbrauch und Ablagerungen an Kolben. ____________________________________ @gecko-jw Kippst Du also Öl verschiedener Viskosotät zusammen, ergibt sich eine Mischviskösität beider Öle (harmlos). Kippst Du aber Öle versch. API_Klassen zusammen verschlechtert sich u. U. die Eigenschaft des Gesamtgemenges im Motor auf die untere API-Klasse. ;-) Jetzt ist oft noch die Rede von mineralischen, halb- und vollsynthetischen Ölen. Vor ab: es gibt keine wirklichen "synthetischen" Öle - sind alles mineralische Öle. Bei den sog. "synthetischen" Ölen sind meist jedoch Zusätze vorhanden, welche die bereits guten Eigenschaften noch verbessern sollen (Additive z. B.). Lass´ Dich aber nicht von bunten und schönen Etiketten blenden - ließ besser die Klassifizierungsangaben (das Kleingedruckte). 8-) Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Liebe Grüße Ben